Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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nicht im Stande geweſen wäre, ihn zu leſen, wenn er einen gehabt hätte, ſo wußte er auch nicht die Stunde, zu welcher der Mond unterging. Er ſah allerdings, daß das Geſtirn der Nacht bereits den Zenith paſſirt hatte und ſich dem Untergange zuneigte, und er dachte mit ſehr unangenehmen Empfindungen bei ſich ſelbſt:Ich wollte, ich könnte ihn bei den Hörnern nehmen und feſthalten, er wird untergehen noch ehe der Tag an⸗ bricht und dann wird's hier hübſch finſter werden. Ich werde jedoch bleiben und Wache halten, aber ich muß meine Taktik ändern und mich unter den Hügel verber⸗ gen. Vielleicht denkt er dann, ich ſei fort und kommt mit neuem Muthe wieder heraus. Der Vagabund, der! Es wäre für die ganze Welt gut, wenn er gehangen würde, wäre es auch nur, daß er niemals daran den⸗ ken könnte, ein ſo nettes Mädchen zu heirathen, die viel zu gut für ihn iſt. Er wird mir für meine Mühe jedoch nicht danken.

Dieſer Gedanke war für unſern Freund Ned Hah⸗ ward nicht angenehm und dieſer ward, wie dies mit uns ſelbſt in vielen gewöhnlichen Umſtänden des Lebens der Fall iſt, von ſehr verſchiedenen Gefühlen ergriffen. Wie oder weshalb es kam, das wußte er nicht, aber er fühlte eine ſtarke Geneigtheit Jedem, in dem er ei⸗ nen begünſtigten Liebhaber von Mary Clifford vormu⸗ thete, aufzuhängen oder ſonſt aus dem Wege zu ſchaf⸗

Beauchamp. Zweiter Band. 2 3