einige andere für eine Studentenwohnung erforderliche Gegenſtände. Obſchon mich ein unangenehmes Gefühl
von Verlaſſenheit überſchlich, als ich daran dachte, ein
Zimmer zu bewohnen, das ſo gänzlich von aller menſch⸗
lichen Nähe abgeſchnitten war, ſo ſchloß ich doch, da die
Miethzinsforderung der Wittwe ſehr billig war, den
Handel ſogleich ab und richtete mich bald in meiner
neuen Wohnung ein. Die gute Dame war ſehr gütig
und aufmerkſam, that Alles was ſie zu meiner Bequem⸗
lichkeit beitragen konnte und fragte unter Anderm auch,
was für Empfehlungsbriefe ich mit nach Hamburg ge⸗
bracht hätte. Ich hatte nur einen, von dem ich mir
Etwas verſprach und welcher mit einer Menge der Prä⸗
dikate, womit man, wie Ihr wißt, in Deutſchland ſo
verſchwenderiſch umgeht, an Herrn S. gerichtet war,
einen Mann, der zu ſeiner Zeit ſowohl als Philoſoph,
wie auch als Schriftſteller in großem Rufe ſtand, der
aber dabei auch Weltmann war und, was mehr als
Alles iſt, ein gütiges und wohlwollendes Herz beſaß.
Dieſen Brief gab ich noch an demſelben Tage ab und fand in dem Adreſſaten einen alten, aber munter und woohl ausſehenden Herrn von drei oder vier und ſechzig Jahren, der mich ſehr freundlich und gütig empfing, und in deſſen Nähe ich mich ſofort ganz heimiſch fühlte, da er mich mit jener väterlichen Miene behandelte, welche ſowohl Achtung als Vertrauen einflößt. Er that an Beauchamp. Erſter Band. 17


