Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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lief und Lebensgröße, in Wolken und Blumenſtraͤußen wie in Federbetten ſitzend. Aber eben dieſe Decke ver⸗ rieth die Zertheilung des Raumes, denn an der ganzen Seite, wo die Mauer hinter der guten Dame weglief, ſah man Engelbeine ohne Köpfe und Rümpfe, Bruch⸗ ſtücken von Blumenkörben und Cherubim, die nicht die Hälfte der Glieder beſaßen, welche die Bildhauer ihnen gewöhnlich geben. Dies erklärte ſich ſehr bald, indem die Wittwe mir mittheilte, daß ſie aus ihrem Zimmer drei gemacht, wovon ſie eines für ſich, das zweite für ihr kleines Dienſtmädchen reſervire und das dritte, wel⸗ ches eine von der Straße heraufführende Treppe für ſich allein hatte, vermiethe. Behufs dieſer Eintheilung hatte ſie, wie ſie mir ſagte und um die Decke zu ſtützen, eine tüchtige Wand aufführen laſſen, ſo daß ich, wenn ich das zu vermiethende Zimmer ſehen wollte, mit ihr hinunter gehen und die andere Treppe heraufſteigen müßte, weil keine Verbindungsthüre zwiſchen den beiden Zimmern angebracht ſei. Ich bewunderte ihre Klugheit und ging mit ihr ſogleich nach dem kleinen Zimmer, durch das man durch eine kleine Treppe mit aparter Hausthüre gelangte. An der Decke deſſelben fand ich ſogleich die verlorenen Beine und Flügel der Engel von der andern Seite und außerdem noch ein paar derbe vollſtändige Cherubim. Das Zimmer enthielt ein kleines ſchmales Bett, einen Tiſch, eine dürftige Anzahl Stühle und