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loſe Ausſehen mehr eine Sache der Gewohnheit, als der
Natur war. Sein Teint war dunkel, aber die Wangen glüheten vom Roth der Geſundheit, und obſchon ſein Geſicht allerdings nicht ſo vollkommen war, als das des Apollo von Belvedere, ſo würden doch nur Wenige Be⸗ denken getragen haben, ihn für einen hübſchen, beinahe ſchönen Mann zu erklären. Dabei hatte er ſo etwas Ungezwungenes, Sorgloſes und Raſches an ſich, was gewöhnlich ein freundliches Vorurtheil erweckt, wenn es auch gerade nicht viel Achtunggebietendes hat, und man konnte den jungen Mann mit ſeinem offenen, lächelnden Geſicht unmöglich über das Feld hergeſprengt kommen 4 ſehen, ohne ſogleich der Anſicht zu ſein, daß er ein unterhaltender, gutgelaunter Geſellſchafter ſein müßte, mit dem Jeder ein paar Stunden auf recht angenehme Weiſe zubringen könne.
So ritt er, fröhlich wie eine Lerche, weiter bis die Sonne in ihrer Pracht unterging und in der Entfer⸗ nung von ein paar Meilen die Thurmſpitze einer kleinen Kirche in einer kleinen Stadt vergoldete— oder viel⸗
leicht richtiger in einem Dorfe, denn ich weiß nicht ge⸗
wiß, ob der Ort damals ſchon zu einer Stadt ange⸗ wachſen war. Der Wink, den ich ſo eben fallen laſſen, nämlich 7
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daß der Reiſende die Spitze eines Kirchthurms habe ſehen. können, muß den Leſer belehrt haben, daß der Reiter


