genen Regens. Auch über dem Haupte des Wanderers ſtrahlte und lachte es, der Himmel glühete in dunklem Blau und von dem Scheine des Abends angehaucht, als ob die Sonnenſtrahlen purpurne Einſchlagfäden in dem blauen Gewebe des Himmelszeltes wären.
Doch genug davon, es war ein ſchöner Abend ei⸗ nes ſehr ſchönen Tages einer ſehr ſchönen Jahreszeit, und das reichte ſicherlich hin, um Jeden heiter zu ſtim⸗ men, der ſich einer guten Geſundheit erfreuete, eine Guinee im Beutel trug und ſich weder eines Mords noch der Bigamie ſchuldig gemacht hatte. Der Reiter ſchien den Einfluß ſeiner Umgebung ganz ſo ſehr zu empfinden, als man es von irgend Jemandem hätte er⸗ warten können. Wenn er in einen grünen, laubenarti⸗ gen Hohlweg kam, an deſſen rothen Seitenwänden die wilden Pflanzen ſich auf und abſchlängelten, und wo er ſich weder rechts noch links umſchauen konnte, pfiff er Bruchſtücken aus volksthümlichen Liedern; wenn er eine Anhöhe hinaufritt und eine ſich immer weiter ſtrek⸗ kende Ausſicht gewann und die umliegende Welt über⸗ ſchauen konnte, dann blickte er auf die grünen Gefilde, oder den hellen Strom, oder die waldigen Dickichte mit prüfenden aber befriedigten Augen und murmelte bei ſich ſelbſt:„Hier muß die Jagd ausgezeichnet ſein.“
Er ſchien übrigens die Abwechſelung zu lieben, denn
er ließ ſein Pferd zuweilen im Trabe, zuweilen im Ga⸗


