Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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doch noch nicht ſo dicht, daß dadurch die durch die Frühknospen herbeigeführte reiche Abwechſelung der Farben verloren gegangen wäre. Das Colorit der Land⸗ ſchaft wäre beinahe das des Herbſtes geweſen, ſo ſchoͤn und mannichfaltig waren die Farbenſchattirungen des Laubholzes, wenn der ganze Anblick nicht zugleich et⸗ was Zartes beſeſſen hätte, was nur auf Jugend, nicht aber auf Verwelken ſchließen ließ. Man ſah hier die Eiche mit ihrem Roth und Braun, worein ſich hier und da das Grün des Sommers miſchte, daneben winkte die Birke mit ihren langen in das zarteſte, feinſte Grün gekleideten Armen; die Eſche zeigte mit ihren

ſpitzen Fingern die Richtung an, in welcher der Wind 84 8 4 7

wehete, und der Lerchenbaum reckte ſeinen ſchöngeform⸗ ten Wipfel empor, der mit grasähnlichen Faſern be⸗ franzt war, während die zierlichen mit rothen Knösp⸗ chen beſärten Zapfen ihm einen Schmuck gewährten, auf den eine Königin hätte ſtolz ſein können. Die Wieſen und Felder waren mit Tauſenden von Blumen beſäet, und jeder Rain und jede Hecke mit den Sternen der Pflanzenwelt geſchmückt; nicht blos das bleiche Veilchen und die gelbe Primel, ſondern auch der purpurne Ake⸗ lei und der weiße Hagedorn, ſelbſt die wohlduftende Schlüſſelblume, das milde Geranium und noch viele an⸗ dere entfalteten alle ihre Schönheit in der Abendluft und funkelten von den Tropfen eines unlängſt vorübergegan⸗