Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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in die Schule muß und ſich unterwegs ſo lange als möglich aufhält. Wenigſtens iſt dies heutzutage der Fall; und wenn ein anderer alter Dichter uns den Rath giebt:

Geht nicht vom Fleck

Bis der Mai iſt weg,

ſo ſcheint das zu beweiſen, daß der Mai vor Alters eben ſo wie in unſerer Zeit keineswegs ein ſo freundli⸗ cher Monat geweſen iſt, als es gewiſſen Leuten beliebt hat, ihn zu ſchildern. Nichtsdeſtoweniger wiſſen wir, daß doch dann und wann der Mai einen warmen, ſom⸗ merähnlichen, hellen, milden und ſchönen Tag hat, der nach den kalten Wintertagen der Freude gleicht, welche dem Kummer folgt, und der durch das Andenken an die Vergangenheit nur um ſo höhern Werth erhält. Von dieſer Art war der Tag, an welchem der Reiſende, von dem wir ſprachen, auf der durch eine ſchöne, lachende Umgebung führenden Straße hinritt. Der Frühling war in dieſem Jahre ziemlich zeitig eingetreten; ſchon im März war das Wetter ungewöhnlich mild geweſen, häufige und ſchwere Regengüſſe waren im April gefolgt und hatten den Adern der Erde die wohlthätige Aus⸗ ſtrömung des Himmels mitgetheilt und den Schoos un⸗ ſerer gemeinſamen Mutter mit lieblicher, fruchtbarer Gluth erfüllt. Die Bäume waren alle ſchon belaubt,