Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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die vielen ſchönen Dinge, die ſie geſehen, zurückſchaut

und wie ein wohlwollendes Herz auf die Segnungen und Wohlthaten herniederlächelt, die ſie hinter ſich zurück läßt.

Die Jahreszeit war die, welche Dichtern und Ro⸗ manſchreibern ſchon viele Dienſte geleiſtet hat und von ihnen mit ſehr geziemender aber etwas lügenhafter Dank⸗ barkeit zehn Mal mehr gelobt worden iſt, als ſie verdient. Kurz, es war Frühling die Jahreszeit, wo uns oft der ſchöne, helle Himmel hinauslockt, aber gleichſam um uns vorſätzlich bis auf die Haut zu durchnäſſen, oder durch einen plötzlich ſich erhebenden Oſtwind bis in's Herz hinein zu erkälten jene kokette Jahreszeit, die niemals zehn Minuten lang auf einerlei Laune iſt, die ein Vergnügen daran findet, die Erwartung zu täuſchen, und gleich wieder die Stirn zu runzeln, nachdem ſie ein Mal gelächelt hat. Wer eine Vorliebe für Koketten hat, möge den Frühling beſingen; mir iſt dieſes ganze Ge⸗ ſchlecht verhaßt. Nichts deſtoweniger hat dieſe erſte Ju⸗ gend des Jahres etwas ſehr Anziehendes. Wir ärgern uns vielleicht über ihre muthwilligen Streiche und Mu⸗ cken, und ihre Launen und Capricen kommen uns vor wie die eines ungezogenen Knaben oder Mädchens, aber es liegt dabei doch in dieſer eigenſinnigen Störrigkeit des Frühlings eine Anmuth, in ſeinen veilchenblauen Augen eine Sanftheit, in ſeinem reinen, ſchuldloſen Lächeln