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Rache : Novelle / von G. P. R. James
Entstehung
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bilden, ihn nicht für ſich bilden zu laſſen, ihn den Zeiten und Umſtänden, in denen er lebt, anzupaſſen, nach richtigen Regeln abzumeſſen und die beſten Materialien, die er finden kann, zu verwenden.

Wohlan, Sir, ich bin bereit, erklärte der Jüngling nach kurzem, tiefem Nachſinnen.

Er und ſein alter Lehrer gingen jetzt mit einander die lange Treppe hinab, während die ſchiefen Sonnenſtrahlen ihren Glanz durch die Fenſter auf die ungleichen Stufen goßen und die Stäubchen der dicken Atmoſphäre, die wir einathmen, beleuchteten, wie die Phantaſie die eitlen, flüch⸗ tigen Dinge erhellt, die uns in dieſer Welt von Eitelkeit umgeben.

Sie wanderten quer durch den Park nach der Garten⸗ treppe. Der Jüngling ſchwieg, denn die letzten Worte des alten Mannes ſchienen einen ganz neuen Ideengang in ihm geweckt zu haben.

Auch ſein Begleiter ſchwieg, denn auf ſeiner Seele lag eine Bürde, die ihn betrübte und verlegen machte. Er hatte dem jungen Manne etwas zu ſagen und wußte nicht, wie er es ſagen ſollte. Zum erſtenmal in ſeinem Leben merkte er an der Unentſchloſſenheit, die er in dieſem Falle empfand, wie wenig er den wirklichen Charakter ſeines Schülers kannte. Er hatte ſich viel mit ſeinem Verſtande beſchäftigt und kannte ihn ſeine Klarheit, ſeine Kraft und Tiefe ganz genau; aber ſein Herz und ſeine ſonſtigen Anlagen hatte er nicht ebenſo ſcharf geprüft. Er hatte zwar eine Ahnung, daß tiefe, ſtarke Gefühle in ihm wohnen mußten;

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