aber er dachte, der Geiſt beherrſche dieſe mit ſeiner gewohn⸗ ten unerſchütterlichen Gewalt. Er ſchwieg nachdenklich, blieb ſogar einmal ſtehen, wie wenn er ſprechen wollte, ging aber wieder weiter und ſagte nichts. Endlich als ſie ſich der Parkmauer näherten, legte er den Finger an die Schläfe und murmelte vor ſich hin:
„Ja, je raſcher deſto beſſer. Es iſt gut, zwei Leiden⸗ ſchaften zu vermiſchen: Ueberraſchung wird ſich mit Kum⸗ mer vereinigen— wenn er überhaupt großen Kummer empfinden wird.“
Dann an den jungen Mann ſich wendend, ſagte er:
„Philipp, ich glaube, Du liebeſt Deinen Bruder Ar⸗ thur.“
Er ſprach in lautem, beſtimmtem Tone; allein der Knabe merkte nicht den Nachdruck, den er auf dieſe Worte legte.
„Gewiß, Sir,“ verſicherte er;„ich liebe ihn zärtlich. Was iſt's mit ihm?“
„Dann wirſt Du ſicher mit Befriedigung hören, daß er beſonders glücklich geweſen,“ fuhr der alte Mann fort— „ich meine, daß er der Erde und allen ihren Lockungen, den Citelkeiten, den Sünden und Thorheiten der Welt, in der er zu leben beſtimmt ſchien, entrückt wurde, ehe er durch ihre Uebel verdorben oder ſein Geiſt durch ihre Laſter befleckt werden konnte.“
Der junge Mann drehte ſich um und betrachtete ihn mit forſchenden Blicken, wie wenn er immer noch nicht begriffe, was er meine.


