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Ehrgeiz ging für jetzt dahin, mit Auszeichnung die Univerſi⸗ tät zu betreten; ſeine heiterſte, vergnügteſte Ausſicht bildete die vergleichungsweiſe Freiheit und Unabhängigkeit eines Kollegienlebens.
Nicht daß er es nicht langweilig fand— dieſes düſtere, alte Haus, nur von ihm ſelbſt und wenigen Dienern be⸗ wohnt. Zuweilen kam wohl ein Gefühl furchtbarer Ver⸗ laſſenheit über ihn; es trieb ihn manchmal, über den ſon⸗ derbaren Unterſchied der menſchlichen Geſchicke nachzuden⸗ ken, und wie es doch komme, daß, weil es dem Himmel ge⸗ fallen habe, einen Menſchen etwas früher oder ſpäter als einen anderen oder ihn an einem anderen Orte geboren wer⸗ den zu laſſen— ein ſo weiter Zwiſchenraum zwiſchen die verſchiedenen Grade menſchlichen Glückes gelegt werden ſolle.
Er fühlte jedoch, daß ſolche Spekulationen nicht gut ſeyen, denn ſie führten ihn zu weit; er verwickelte ſich da⸗ durch in kitzliche Fragen, welche zu ſeiner Zeit weit häufiger als heutzutage auftauchten; er verlor ſeinen Weg und flüch⸗ tete ſich mit leidenſchaftlicher Haſt zu ſeinen Büchern, um dieſe Nebel und Schatten aus ſeinem Geiſte zu vertreiben. Solches war eben jetzt der Fall geweſen, und in dieſen Ge⸗ danken hatte er dageſeſſen, ohne eine Ahnung, daß ſeinem Geſchicke eine totale Veränderung h vorſtehe.
O dieſe dunkle Werkſtätte des Schickſals! Welch merk⸗ würdige Dinge gehen darin vor, menſchliches Elend wie menſchliche Freuden berührend, Feſſeln des Geiſtes zerbre⸗ chend oder wiederherſtellend, Mittel beſchaffend, um uns in


