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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
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dieſen krank zu Bette lag. Keiner der glaubwürdigen Zeu⸗ gen ſagt ein Wort, das Gowrie kompromittirte, und es iſt beinahe erwieſen, daß er unmöglich bei dem Mordverſuche ſeines Bruders betheiligt ſeyn konnte, wenn überhaupt ein ſolcher Verſuch gemacht wurde.

Zu gleicher Zeit verlautet aber ſo Vieles, was beweist, daß Gowrie nicht der Mörder, ſondern der Gemordete war. Nirgends iſt eine Vorkehrung zu Begehung des Verbrechens getroffen: keine Streitmacht war verſammelt, keine Waffen zurecht gelegt, er ſelbſt war gänzlich unbewaffnet, ſein Bru⸗ der trug nur das gewöhnliche Schwert, denn der Dolch ſoll ihm von dem Bewaffneten entriſſen worden ſeyn. Andrew Ruthven, der ſeinen Better nach Falkland begleitete, war gleichfalls waffenlos, wie auch George Dewar, einer von des Earls Dienern. Er hatte nicht viele Freunde um ſich verſammelt, was ebenſo viele negative Zeugniſſe für ſeine Unſchuld abgibt.

Ferner finden wir damals, als er nach ſeinem Pferde rief um dem Könige mit dem Reſte des Hofes zu folgen, daß er erfuhr, wie ſein Pferd aus ſeinem eigenen Hauſe ent⸗ fernt worden. Geſchah dies, um ſein Entkommen zu ver⸗ hindern? Während die eigentliche Handlung, die ſeinen Souverän des Lebens berauben ſollte, vor ſich gegangen ſeyn muß, ſtand er unbewaffnet mit einem zahlreichen Haufen der anhänglichſten Freunde des Königs mitten unter den könig⸗ lichen Dienern unbewaffnet unter dem Fenſter deſſelben Zim⸗ mers, wo die Thatgeſchehen ſollte! NRamſay's Angabe beweist,

daß er(Ramſay) ſogleich den Weg wußte, wo er den

Monarchen ſinden konnte, und Sir Thomas Erskine er⸗

zählt, Jakob ſey mit Alexander Ruthven nicht allein in des

Earls Kabinet gegangen, ſondern er(Erskine) habe Beide

begleitet, und ſey von dem König vor der Thüre des Zim⸗

mers aufgeſtellt worden. Auch iſt durch verſchiedene An⸗

gaben erwieſen, daß, als Erskine, RNamſay, Jakob und 41*