642
jener Bewaffnete abſichtlich zur Beihülfe bei der Ermordung von ihm in das Zimmer geſtellt worden. Nach des Königs Berichte that jedoch jener Bewaffnete nichts als zittern und zagen, und Alexander Ruthven hatte den ganzen Tag ſein Schwert nicht gezogen.
Jakob erklärt ſodann, er ſey an's Fenſter geſtürzt und habe Verrath geſchrieen, und als John Ramſay haſtig in's Zimmer trat, das er auf fremden Rath erreicht hatte, wäh⸗ rend keiner von den Anderen es zu errathen vermochte, fand er den jungen Ruthven auf ſeinen Knieen, wie er des Königs Rufen Einhalt zu thun ſuchte. Jakob gab nicht den Be⸗ fehl, ihn zum Verhör zu ergreifen, ſondern ihn zu erſtechen, und deutete ſogar auf die Stelle, wo er erdolcht werden ſollte. Der Konig ließ ſich ſodann in das Kabinet ein⸗ ſchließen, während ſeine Freunde dem Earl einen Hinterhalt legten, um ihn gleicherweiſe zu erſtechen, ſobald er ſeinen Bruder aufſuchte.
Die übrigen Angaben, mit einer einzigen Ausnahme, die ich ſogleich abhandeln werde, laufen darauf hinaus, zu beweiſen(was ich in den vorangehenden Kapiteln erwähnt habe), daß Gowrie durch den unangemeldeten Beſuch des Königs unangenehm überraſcht wurde, daß er den ganzen Tag unbewaffnet war, daß er auf das Gerücht, der König ſey fort, nach ſeinem Pferde rief, um ihm unbewaffnet, wie er war, mit dem übrigen Hofe nachzureiten, daß er ferner ſeine Gäſte nie länger als auf einen Augenblick ver⸗ ließ. Aus der ſehr genauen Unterſuchung deſſen, womit er ſich während des ganzen Vormittages beſchäftigt, geht her⸗ vor, daß er dem Morgengottesdienſte in der Pfarrkirche an⸗ wohnte, mit verſchiedenen Perſonen wichtige Geſchäfte ab⸗ machte, einige gewoͤhnliche Bekannte zu Tiſche lud und ruhig mit ihnen ſpeiste, daß er keinerlei Vorkehrungen für des Königs Ankunft traf und ſogar zwei ſeiner Diener abſandte, obgleich er nur acht bis neun im Hauſe hatte, und einer von
ꝙ
—


