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„Steigt ſogleich zu Pferd, William Laing,“ befahl die Gräfin,„und reitet in aller Eile nach Perth. Bringt uns unverzüglich Nachricht, wie es dem Earl geht; erfahrt Ihr unterwegs wichtige Kunde— aber wohlgemerkt: Kunde auf die Ihr Euch verlaſſen könnt— ſo kehrt um und laßt es uns wiſſen, zu welcher Stunde es auch ſeyn möge. Jetzt fort und verliert keinen Augenblick unterwegs. Da iſt Geld, denn Ihr werdet ein Boot bedürfen.“
Eben als der Mann ſich entfernte, trat der junge William Ruthven in's Zimmer, und da er die ängſtlichen Mienen der Frauen gewahrte, rief er faſt in fröhlichem Tone:
„Nun was gibt's denn, theuerſte Mutter? was haſt Du, ſüße Schweſter Julia? Ich komme hoch erfreut Euch zu erzählen, daß mein neuer Falke Bell den größten alten Reiher im Lande beſiegt hat und—— doch hier ſcheint etwas Ernſtliches vorzugehen,“ fuhr er fort, als Julia mit Thränen in den Augen ſich abwandte;„Gowrie— was iſt's mit meinem Bruder?“
„Nichts, nichts,“ antwortete die Gräfin.„Sein eng⸗ liſcher Diener iſt ſoeben angelangt mit der Meldung, daß Gowrie heute nicht kommen kann, da der König ihm einen plötzlichen Beſuch abſtattete, den er erſt heute Mittag er⸗ fahren; unſere theure Julia, deren Herz an die rauhen Ereigniſſe der Welt nicht gewöhnt iſt, hat ſich— nutzlos wie ich hoffe und vertraue— darüber geängſtigt. Bleibe bei ihr und tröſte ſie, William. Ich habe einige Befehle zu geben.“
Sie verließ das Zimmer und ſchickte augenblicklich nach


