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Julia ſank in einen Stuhl und bedeckte ſich die Augen; die alte Gräfin legte die Hand an die Stirne und verſank in tiefe Gedanken.
„Laßt Euch nicht mehr als nöthig beunruhigen, theure Damen,“ fuhr Auſtin Jute fort, nachdem er eine Weile geſchwiegen hatte;„Mylord ſchien ganz beſtürzt von dem plötzlichen Beſuche des Königs und mochte die Sache viel⸗ leicht ernſter nehmen, als ſie wirklich war.— Doch laßt mich Euch erzählen, was er mir auftrug. Ich kann es Euch Wort für Wort geben, denn ich habe es auf dem Herwege unaufhörlich für mich wiederholt. Sein Befehl lautete: iſag' ihnen, der König kommt. Sag' ihnen, ich weiß nicht, warum er kommt; laß ihr eigenes Urtheil das Uebrige er⸗ gänzen. Vor allen Dingen, fuhr mein edler Lord fort, möge meine Mutter auf ihrer Hut ſeyn und für die Sicher⸗ heit meiner jüngeren Brüder ſorgen.“
„Weiſe und überlegt wie immer!“ rief die alte Gräfin. „O Gowrie, Gowrie!“
Julia verharrte in ihrem Stillſchweigen: ſie weinte nicht, ſie ſprach nicht, ſchien kaum zu athmen, und Auſtin Jute fragte endlich in leiſem Tone:
„Soll ich zurückgehen, Madame, und Nachrichten ein⸗ ziehen?“
„O thut das!“ rief Julia aufſpringend und die Hände ringend.„Bringt mir Nachrichten, bringt mir Nachrichten!“
„Halt!“ befahl die Gräfin mit wiedererlangter Ruhe. „Nicht Ihr, mein guter Mann. Ihr ſeyd dort bekannt; ich will einen Fremden ſchicken. Geht und erquickt Euch


