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rer Zeit erſchütterte. Es iſt wohl kein Wunder, wenn ich bewegt bin, da ich einen alten Freund nach langer Abweſen⸗ heit wiederſehe.“
„Und iſt das Alles?“ fragte der Graf in faſt traurigem Tone;„ich habe gehofft, es ſey noch etwas mehr. Darf ich nicht glauben, daß die Bewegung bei uns Beiden denſelben Urſprung hat, daß wir während dieſer Trennung unſere eigenen Herzen verſtehen, daß wir empfinden lernten, wie unſer eigenes Glück gegenſeitig von uns abhängt?“
„Pſch, pſch!“ bat ſie, ihre Augen mit einem Ausdrucke zu ihm emporſchlagend, welcher Antwort genug gab.„Ich darf Euch nicht hören; ich darf nicht auf ſolche Dinge ant⸗ worten— wenigſtens jetzt nicht.“
„Und warum jetzt nicht?“ fragte der Earl.„Wer kann ſagen, wann ſich wieder eine Gelegenheit bieten werde? Wer kann ſagen, welche Hinderniſſe zwiſchen uns treten werden, wenn wir die Augenblicke nicht benützen, welche das Schickſal uns geliehen?— Sprecht Julia, warum nicht jetzt?“
„Weil ich Pflichten zu erfüllen habe, denen Nichts mich entfremden ſoll,“ gab ſie zur Antwort.„Die Zeit kann kommen, ja,“ fuhr ſie bekümmert fort,„ſie wird viel⸗ leicht bald kommen, wo ich Niemand mehr haben werde, an den ich denken kann, als mich ſelbſt, Niemand, den ich über mein Verhalten um Rath fragen kann; für jetzt aber möchte ich, ſo lange ich's verhindern kann, keinen meiner Gedanken dem Manne entziehen, der ſeit langen Jahren all ſein Denken auf mich gerichtet hat. Als ich ihn neulich lei⸗


