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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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Antwort.Was er vor Allem bedurfte, war ſtaͤrkender Trank und Nahrung; allein er litt außerdem an einem ſchwe⸗ ren Gebrechen, wofür ich keine Heilung kenne am Alter nämlich; alle anderen Uebel können wir abwehren oder hei⸗ len, nur die langſam ſchleichende Krankheit des Alters läßt ſich zwar öfter beſchleunigen, aber niemals aufſchieben. Kurz dieſer letzte Anfall hat ihn ſehr erſchüttert; er iſt zwar auf und ſein Appetit iſt zurückgekehrt; auch hat ein aber⸗ gläubiſcher Gedanke ſelbſt in der ſchlimmſten Kriſe zu ſeinem Aufkommen beigetragen. Er erzählte nämlich ſeiner Enkel⸗ tochter, er wiſſe gewiß, daß er nicht vor dem Auferſtehungs⸗ morgen ſterben werde. 3

Lord Gowrie legte ſeine Hand auf Sir John Hume's Arm und ſagte in nachdrucksvollem Tone:

Weil er mich heute Nacht zu ſehen hoffte, und ich muß auch zu ihm gehen, Hume; aber zuvor ſage mir wahr und aufrichtig: iſt Dein eigenes Herz feſt geblieben gegen den Reiz und die Anmuth des ſchönen Geſchöpfes, mit dem Du ſo oft beiſammen geweſen?

Da ſeh' Einer, was Liebe iſt! lachte Hume.Du kannſt Dir nicht denken, daß Einer dem Bogen entrinnen kann, der Dich ſelbſt verwundet hat. Habe ich nicht geſagt, Gowrie, daß ich die dunkelblauen Augen in Perth nicht ver⸗ geſſen habe, daß ich ſie nie vergeſſen werde? Ich bin ſtand⸗ haft trotz einem Firſtern.

Wie die kleine Beatrice? rief der Graf,von der Du mir vor zwei Jahren eine ſo glühende Schilderung ent⸗ warfſt! Sie iſt ja noch ein bloſes Kind.