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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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oder die Farbe ihrer Wange auch nur um einen Schatten veränderte. Du irrſt Dich, Hume, wenn Du glaubſt, daß ſte die Genoſſin der Stunden war, die ich in des alten Ma⸗ nucci Hauſe zubrachte. Ich ſah ſie nur ſelten; aber allmä⸗ lig kam eine Leidenſchaft in mein Herz, welche die Möglich⸗ keit einer jener ſeltenen kurzen Zuſammenkünfte ſo anziehend für mich machte, daß ſie mich Nacht für Nacht zu dem Hauſe lockte, wo ſie in Ausſicht ſtand. Ich kämpfte zwar gegen dieſe wachſende Liebe und ſuchte ſie durch Gedanken weltlicher Klugheit zu zügeln; ja ich hätte Padua ſogar früher ver⸗ laſſen, wenn nicht meine Stellung als Rektor mich hier zurückgehalten hätte. Du, der Du mich kennſt, wirſt Dir wohl denken können, daß waͤhrend ich ſo mit der Liebe in meinem eigenen Herzen kämpfte, ich jenem ſüßen Mädchen weder durch Wort noch durch Blick ſolches Unrecht anthun konnte, daß ich eine Erwiederung ihrer Liebe geſucht hätte.

Du konnteſt Deine eigene nicht verbergen, Gowrie, erwiederte Hume.Du gehörſt nicht zu den Naturen, die ihr feuriges Herz hinter einem kalten Aeußeren verſtecken: Deine Handlungen kannſt Du beherrſchen und thuſt es auch oft mit großer Kraft; Deine Blicke aber und Deine Stimme verſchmähen ſo ſtrenge Herrſchaft.

Mag ſeyn, mag ſeyn, ſagte der Earl, den Kopf nach⸗ denklich auf die Hand ſtützend.Alſo der alte Mann iſt beſſer? fuhr er fort, nachdem er einige Minuten geſchwie⸗ gen, während ſein Freund nicht aufgehört hatte, ihn ſtumm zu betrachten.

Beſſer ja; aber noch nicht geneſen, gab Hume zur