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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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genugſame Helle auf das weiße Tiſchtuch und ließ den Aus⸗ druck in den Geſichtern der beiden jungen Leute deutlich er⸗ kennen. Beide waren in froher Laune, denn Scherz und Lachen hatte ihr Mahl gewürzt; nur hie und da zog ein Schatten tiefen, faſt melancholiſchen Nachdenkens über des Earls Geſicht, wie das Dunkel einer fliehenden Wolke auf eine ſchöne Landſchaft geworfen wird. Sie hatten von man⸗ cherlei Dingen geſprochen, während des Grafen Diener und einige Leute aus dem Gaſthofe ab⸗ und zugingen. Lord Gowrie's Studienzeit zu Padua, die hohe akademiſche Ehrenſtelle, die man ihm vor etwas mehr als einem Jahre durch ſeine Wahl zum Rektor übertragen hatte, war von Hume mit der lachenden Bemerkung erwähnt worden:

Wenn ich mein ſchwerfälliges Gehirn auch ſieben Jahre lang angeſtrengt hätte, John, eine ſolche Auszeichnung hätte ich niemals erlangen oder verdienen können.

Lord Gowrie war eben in einer ſeiner ernſteren Stim⸗ mungen befangen, als ſein Freund dieſe Bemerkung machte und erwiederte in düſterem Tone:

Wer die Frucht im Frühjahr ißt, findet im Herbſt nur noch leere Aeſte. Ich wurde vor meinem vierzehnten Jahre zum Lord Prevoͤt von Perth erwählt, focht mit fünfzehn in einer verlornen Schlacht, und wurde vor meinem zwanzig⸗ ſten Rektor der hieſigen Univerſität. Geknickte Hoffnungen oder frühzeitiger Tod ſind oft das Schickſal Derer, welche ſo bald von dem bitteren Strome des Lebens koſten.

Unſinn! ſchalt ſein Freund,haſt Du die hohe Wiſſen⸗ ſchaft der Aſtrologie mit ſo geringem Nutzen ſtudirt? Du