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Orte und Dinge auf Erden, ſeine Wechſelfälle erlebt; das alte Patavium war ſeit den Tagen des Livius untergegangen, tauſenderlei Veränderungen hatten vornehme Stadttheile in gemeine, die Häuſer des Adels in Wohnungen für Tag⸗ löhner, heidniſche Tempel in chriſtliche Kirchen und— was allerdings beſſer paßte— ſie hatten Amphitheater in Schlachthäuſer umgewandelt. Unter letztere Veränderungen gehörte auch die des Hauſes, das früher von einem von An⸗ gelo's gedungenen Gefährten bewohnt geweſen, nunmehr zu einem Anfangs ſehr beſuchten und hochgeachteten Gaſthofe geworden, aber allmälig immer tiefer und jetzt zu einer Art Herberge für reiſende Krämer und die ärmeren Klaſſen der Studirenden bei ihrer erſten Ankunft in der Stadt Padua herabgeſunken war. Das Zimmer unſerer beiden Freunde war jedoch hoch und luftig, das breite, auf den Hof gehende Fenſter ließ ſich von der Mitte an bis herab auf einmal öffnen, was damals eine Seltenheit war, ſo daß man hier einer in ſo heißer Jahreszeit höchſt wünſchenswerthen Kühle genießen konnte, wie man ſie in manchen größeren und ſchö⸗ neren Gemächern der Stadt vergeblich geſucht hätte.
In dieſem Zimmer ſaßen etwa eine Stunde nach Son⸗ nenuntergang John Earl von Gowrie und ſein Freund Sir John Hume beiſammen. Der Tiſch vor ihnen trug einige Flaſchen feinen Weins, zwei Wachskerzen, einige Teller mit ch önen Früchten, welche die Luft mit ihren Düften erfüllten und etliche Kuchen eines feinen Gebäcks, wofür Padua da⸗ zumal berühmt war. Der Schimmer der Wachskerzen verlor ſich raſch an dem dunkeln Eichengetäfel ringsum, warf aber
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