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bereit iſt; dort ſollſt Du mir erzählen, was Dich in dieſes ſchöne Italien zurückgeführt hat, und ich will Dir Alles be⸗ richten, was mir ſeit unſerm letzten Zuſammenſein be⸗ gegnete.“
„Mein Geſchäft in Italien iſt bald erzählt,“ verſetzte ſein Kamerad lächelnd.„Ich will etliche Gemälde einkau⸗ fen, um mein armes Haus zu Perth damit zu ſchmücken; es wäre ja eine Schande, wenn man ſo lange in Italien gelebt hätte, und nicht etwas von Caracci's Hand zurückbrächte. Sie Beide, Annibale und Ludovico, auch Caravaggio will ich beſuchen; ferner habe ich von einem jungen Maler, Na⸗ mens Reni, gehört— Guido Reni nennen ſie ihn— der jetzt in Bologna Aufſehen macht; ich habe ein Gemälde voll Anmuth und Schönheit geſehen, das von ihm ſeyn ſoll, und wenn er wirklich ſo malt, ſo wird er bald in der ganzen Welt berühmt werden.— Warum lachſt Du denn?“
„Weil ich glaube, daß Gemälde allein Dich nicht nach Padua geführt haben,“ entgegnet ſein Genoſſe,„denn in der That, hier gibt es wenig zu ſehen, höchſtens den heil. Antonius, wie er den Fiſchen predigt.“
„In der That eine höchſt nutzloſe Verſchwendung ſeiner Lehre. Doch laßt uns gehen; wir wollen die dunklen Sei⸗ tenſtraßen wählen, welche die Studenten nicht aufſuchen, denn ich möchte nicht, daß ſie ihren früheren Rektor ver⸗ mummt unter ſich auftreten ſähen.“
„So komm denn nach dem Wallgange,“ rieth der An⸗ dere und führte ſeinen Freund durch verſchiedene ſchmale niedere Gäßchen, welche auf die Außenwerke mündeten, wo


