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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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man faſt Niemand als hie und da einen Taglöhner, eine alte Frau oder ein paar verlumpte Bettler begegnete, die ſich unter dem Plunder, der da und dort auf den offenen Räumen zwiſchen Wall und Häuſern aufgethürmt war, nach ſolchen Schätzen umſahen, wie ſie nur der Armuth werthvoll erſcheinen konnten. Endlich mußten ſie jedoch in eine der breiteren Straßen einbiegen; aber ſchon nach zehn Schritten gelangten ſie unter einem ſchmalen Thorweg unter eine von den Arkaden, wo ſie eintraten und eine lange, ſchmutzige Treppe hinanſtiegen. Oben links gelangten ſie an eine Thüre, durch die ſie in ein kleines Vorzimmer traten, wo ein junger Mann in der Tracht eines Dieners ſaß, ohne jedoch eines der Abzeichen an ſich zu tragen, wie es damals das Geſinde großer Familien bezeichnete. Seinem Geſichte nach zu ſchließen, das häßlich genug war, um poſſirlich und poſſirlich genug, um ſchön zu ſeyn(ich kann zwar Paradoxen nicht leiden, bin aber hier unwillkürlich hineingerathen) ſchien er keineswegs ein Mann, der ſich viel mit ernſten Betrachtungen abgab; gleichwohl war er für jetzt ſo emſig mit ſeiner Arbeit beſchäftigt, daß er eine Weile den Ein⸗ tritt der beiden Gentleman nicht bemerkte. Dieſe Arbeit war in der That in ſeinen Augen eine höchſt wichtige und ſorg⸗ fältig ausgeführte: er war nämlich daran, eine Menge gro⸗ tesker Köpfe in weichem Holze auszuſchnitzen, und ſein erfin⸗ deriſcher Genius entfaltete dabei Naſen, wie man ſie nir⸗ gends auf einem menſchlichen Geſichte antraf, ſchielende Augen mit jedem Winkel von Schiefheit, hier ein Kinn, das von lauter Angſt vor dem mächtigen Schnabel, der es