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die Trauung ſogleich vor ſich gehen, und ich will ſie mit meiner Sanktion rechtfertigen. Meine erſte Handlung als König ſoll die ſeyn, daß ich einem Freunde, der mir treu gedient hat, Freude mache.“
„Ach, das kann nicht ſeyn,“ erwiederte der Earl von Ar⸗ ran.„Mein Kind iſt weit weg, zu Coventry, heißt es, und meine Laufbahn iſt bald zu Ende. Ich werde allerdings von dieſem Bette geneſen, aber zu unſterblicher Geſund⸗ heit, wie ich hoffe. Doch mein Kind werde ich nie wieder ſehen.“
Heftiges Schluchzen neben ſeinem Lager unterbrach ihn, und Mariens Hand ergreifend, ſagte er:*
„Still, Marie, ſtill!— Mein Herr und König, Ihr waret im Begriff zu reden.“
„Ich wollte blos ſagen, daß das nicht ſo unmöglich ſeyn dürfte, wie Ihr glaubet,“ erwiederte Henry.„Ich hoffe, Euer Stündlein iſt noch weit entfernt; Eure Stimme iſt noch kräftig.“
„Weil mein Wille kräftig iſt; aber ich habe Euch rauh unterbrochen,“ ſagte der Earl. 3
„Wie dem auch ſeyn mag: wenn es Euch ſogar in dieſer Stunde Troſt gewährt, Euer Kind ſicher und wohlbehalten und durch einen Chebund mit einem Manne geſchützt zu ſe⸗ hen, der ſie mit ſtarkem Arme beſchirmen und treulich lieben wird(ſofern ich mich auf Menſchen verſtehe), ſo iſt das nicht unmöglich,“ erwiederte Henry.—„Wartet Alle hier eine Weile.“ 3
Er verließ das Zimmer und kehrte nach wenigen Mi⸗ nuten mit Jola an der Hand zurück.
„Nun ruhig, mein guter Lord,“ ſagte er, als der Earl ſich raſch erhob, um Jola in ſeine Arme zu ſchließen;„ich ließ ſie geſtern von Lichſield nach Tamworth holen, da ich glaubte, dieſer gute Lord werde ſie dort treffen. Vor drei Stunden ſchickte ich ihr vom Schlachtfelde von Bosworth meinen Boten und befahl ihr, mich hier zu treffen in der


