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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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Ein beſſerer als ihr Oheim unterſchrieb den Kon⸗ trakt mit dieſem jungen Lord, erwiederte der ſterbende Lord. Ihr Vater, ihr Vater, den dieſer Lord Fulmer erſchlug. Ja, wundert Euch nicht, Lady! Eures Bruders Tochter ſtarb während ſeiner traurigen Flucht, als ein dunkles Ver⸗ hängniß das Haus Lancaſter überwältigte. Auch mein un⸗ glücklicher Stamm war von Gefahren und ebenſo finſterem Elend betroffen, und jener großmüthige Freund nahm meine theure Tochter, um ſie und mich aus noch großeren Nöthen zu erretten, und ließ ſie für die ſeinige gelten. Vom Feinde erſchlagen, hatte er nicht Zeit, ſeinem ſchwächeren aber vom Glücke begünſtigteren Bruder oder Euch ſelbſt die Geſchichte zu erzählen; aber die Beweiſe ſind in meinen Händen. Habe ich ſie nicht hier vor mehr als zehn Jahren beſucht, und ſie durch mein geſchloſſenes Viſir betrachtet, damit die Thränen, die meine Wangen badeten, das Geheimniß nicht verrathen möchten? Habe ich ſie nicht ſeit jener Stunde, da ich für das Haus Lancaſter verwundet wurde, fortwährend bewacht? Doch hier ſind die Beweiſe, Mylord; nehmt ſie und ge⸗ währt mir die Bitte. Ich hätte ſie gerne vor meinem Tode vermählt geſehen; aber es kann nicht ſeyn, denn es geht raſch mit mir zu Ende; und nun laßt keine eitlen Klagen um den Todten ihre Verbindung auch nur für eine Stunde auſſchieben. Bewilligt Ihr die Bitte, Heinrich von Eng⸗ land?

Ja, und gerne, verſicherte Heinrich,ſelbſt wenn die⸗ ſer Kontrakt guͤltig wäre, würde ich ihn lieber in die Winde ſtreuen, als das Kind mit dem Mörder ihres Vaters ver⸗ mählt ſehen. Aber er kann nicht gültig ſeyn, und ich will noch mehr thun, mein guter Lord. Mit dieſen Beweiſen in meiner Hand will ich alle Ceremonien umgehen. Ihr ſagtet eben vorhin, Ihr möchtet dieſe Verbindung noch vor Eurem

Tode geſchloſſen ſehen. Wenn Ihr wirklich alſo wünſchet wenn Euch das ein Troſt auf Eurem Schmerzenslager wäre, von welchem Ihr hoffentlich geneſen werdet ſo laßt