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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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Beklagt es nicht, Sire, erwiederte der Andere, Henry feſt in's Geſicht ſchauend,denn icch beklage es nicht. Auch bedarf ich nicht des Dankes: ich habe für die Seite gefoch⸗ ten, auf der ich in längſt vergangenen Jahren kämpfte und blutete. Ich bin es zufrieden, in den Waffen zu ſterben ich wünſche es nicht beſſer. Aber ich habe Euch um eine Gabe zu bitten, nicht für das, was ich auf dieſem Schlacht⸗ felde gethan, ſondern für einen Dienſt, den ich Euch vor Monaten leiſtete, als Biſchof Morton dem Earl von Rich⸗ mond den Beweis eines Komplottes zutrug, das ihn den Händen ſeines grauſamen Feindes überliefern ſollte.

Ich erinnere mich wohl, erwiederte Henry;aber er ſagte mir, er habe jene Beweiſe von einem armen Waid⸗ manne Namens Boyd.

Er ſagte Euch Wahrheit, verſetzte der Andere;der Waidmann liegt vor Euch kein Geringerer als Thomas Boyd, Earl von Arran.

Henry ſchien betroffen, und ſein politiſcher Geiſt drang in die Zukunft; aber er erwiederte faſt ohne Pauſe:

Ich gelobte, jenem nämlichen Waidmann jegliche Gabe zu gewähren, welche nur immer in meiner Macht läge, und ich will meinen Schwur nicht brechen. Nennt Euer Ver⸗ langen, mein edler Freund.

Es iſt dieſes, antwortete der Earl:daß Ihr mit Eurem königlichen Willen und Vorrecht mit Uebergehung jedes Hemmniſſes und Widerſtandes alsbald und ohne Auf⸗ ſchub eine Lady Namens Jola St. Leger mit dieſem jungen Lord, der eben hinter Euch ſteht, trauen laſſen wollet.

Aber, rief die Aebtiſſin,es beſteht ein Kontrakt

Schweigt, ſchweigt, gute Mutter, ſagte der Verwun⸗ dete;ſolche Kontrakte müſſen in's Feuer geworfen werden. Es exiſtirt ein beſſerer zwiſchen ihr und Chartley.

Ei, aber mein Bruder, ihr Oheim, unterzeichnete in ihrem Namen den Kontrakt mit Lord Fulmer, verſetzte die Aebtiſſin.