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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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748 Neunundoierzigſtes Kapitel.

In einem kleinen Stübchen der Fremdenbehauſung im Kloſter der heiligen Clara zu Atherſton lag die Geſtalt eines Verwundeten auf einem niederen Bette. Eine Dame ſaß weinend neben ſeinem Kiſſen, und die Aebtiſſin ſtand mit überſtrömenden Augen zu Häupten des Bettes, während der Prieſter mit einem Knaben in weißen Gewändern hinter ſich daneben ſtand.

Noch nicht, noch nicht, guter Vater, ſagte der Ver⸗ wundete;ich bin noch ſehr ſtark nur zu ſtark. Nein, weine nicht, Marie; Du haſt um mich ſchon Thränen genug in Deinem Leben vergoſſen, und ſo wünſchte ich mir immer

zu ſterben. Mein Herz iſt froh und glücklich, theures Weib,

und ich ſchaue voll Zuverſicht nach Oben. Ritterlich in meinem Harniſch bin ich meinem Schickſal begegnet, und werde jetzt durch die Liebe meiner Dame erfreut. Ich hoffe, Richmond wird kommen, bevor ich ſcheide, denn da meine Reiſe eine lange iſt, könnten wir uns auf viele Jahre nicht mehr treffen und ich möchte gerne Alles ſicher machen, da⸗ mit kein Schatten auf meine Abfahrt falle.

Lord Chartley erwartet ihn jeden Augenblick, mein edler Sohn, erwiederte die Aebtiſſin;er harrt auf ſeine Ankunft unten am Thore. O hätte ich Euren Rang und die theuren Bande gekannt, die Euch an meinen armen Bruder St. Leger knüpften, während ich Euch blos für ei⸗ nen armen Waidmann hielt Ihr hättet die Kloſterpächter insgeſammt für das Haus Lancaſter in den Kampf führen müſſen.

Der König! rief Chartley, die Thüre öffnend, und mit langſamem Schritte und theilnehmendem Blicke trat Henry ein und näherte ſich dem Bette des Sterbenden.

Wie kann ich Euch genugſam danken, Sir, ſagte er, und wie das Schickſal eines ſolchen Ritters genugſam be⸗ klagen?

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