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recht wohl liebet,“ ſprach Henry.„Jener edle Ritter hat je⸗ doch meine Seele ganz in Beſitz genommen. Wie fieler? Ich ſah ihn noch gegen den Ausgang der Schlacht wohlbehalten und unter den Vorderſten.“
„Allerdings, Sire,“ erklärte Chartley;„er war vor Sir George Talbot und mir ſelber, als wir die letzten ver⸗ einten Truppen des Feindes zerſtreuten. Da aber wendete ſich eben am Rande des Hügels der junge Lord Fnlmer mit ſeinem Haufen und warf meinen edlen Freund mit ſeiner Lanze nieder, während dieſer vorne mit zwei Männern kämpfte.“
„Ihr rächtet ihn aber, Chartley,“ ſagte Sir George Talbot,„denn Ihr ſpießtet die junge Schlange auf Eure Lanzenſpitze, wie einen Aal auf dem Aalſpieße. Er wird keine Intriguen mehr gegen tapfere Ritter anſpinnen.“
„Weiß doch nicht,“ meinte Chartley.„Denn ich ſah ihn wieder zu Pferde ſteigen und zwiſchen zwei Dienern fort⸗ führen. Wenn aber Eure Gnaden den edlen Ritter, von dem Ihr ſprachet, beſuchen wollen, ſo will ich voraneilen und ihm die Botſchaft überbringen.“
„Ich werde nicht ermangeln,“ erwiederte Henry.„Es iſt, glaub ich, nur einige Meilen um, und ſobald ich hier ei⸗ nige Ordnung hergeſtellt habe, reite ich dahin, ehe ich nach Leiceſter aufbreche.“
Chartley dankte ihm und entfernte ſich. Der König wen⸗ dete ſich zu einem Pagen und flüſterte ihm einige kurze Worte in's Ohr, indem er laut beifügte:.
„Alſo nach Tamworth in aller Eile. Sage, es müſſe ohne Aufſchub— ohne den mindeſten Aufenthalt geſchehen.“


