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Felde von Bosworth erſchlagen lag, theils in voller Flucht über die Ebene hinjagte.
Zwei Stunden nach dem Beginne des Kampfes blieſen die Trompeten Sammlung, und Richmonds Zelt wurde auf derſelben Stelle aufgeſchlagen, wo Richard am Anfange des Tages kommandirt hatte. Die Zeltvorhänge waren aufge⸗ zogen, und Ritter und Edelleute ſammelten ſich ringsum, während das Schlachtfeld durchſucht wurde, um die Zahl und Beſchaffenheit der Erſchlagenen auszukundſchaften. Trag⸗ bahren, aus haſtig übereinandergelegten Lanzen gebildet, ſah man über die Ebene ziehen, angefüllt mit den Verwun⸗ deten vom Schauplatze des Blutbads, während man auf entfernteren Punkten der Ebene manche Gruppen bemerkte, welche wahrſcheinlich mit weniger frommem Beginnen be⸗ ſchäftigt waren.
Richmond ſtand jetzt zu Fuß und mit abgenommenem Helme in ſeinem Zelte und betrachtete mehrere Minuten ſchweigend die Scene vor ſeinen Augen. Wer vermöchte zu ſagen, was in jenem Augenblicke durch ſeine Seele zog? Wie oft übt der Strom des Sieges eine verſteinernde Wir⸗ kung auf das Herz! Bei ihm traf dies allerdings ein, aber 4 er war jetzt kaum erſt in dieſes Lethewaſſer getreten, das ſo oft alle edleren, großherzigeren Empfindungen der Seele in finſterem Vergeſſen ertränkt.
Niemand wagte ſein Schweigen zu unterbrechen, denn Alle erkannten klar, daß ſtarke Gefühle in ſeinem Herzen ſich regten, bis endlich eine Stimme von Außen meldete:


