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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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wegs abgefangen worden, wie er eben eine Nonne aus dem Kloſter geſtohlen; er und ſeine Leute hätten ſich gewehrt wie die Tiger, während ſie mit einer Dienerin entflohen ſey. Ich erklärte das für baaren Unſinn, denn Sir William war im⸗ mer ein ſehr nüchterner und umſichtiger Herr, etwas rauh von Zunge, aber von Herzen gut. Einer der Leute ſchwört jedoch, daß es wahr ſey und erklärt, er habe ſelber in des Königs Lager Wache vor ihm geſtanden, und morgen früh ſoll ihm zwiſchen beiden Heeren der Kopf abgehauen werden. Sind die Leute hier? fragte Chartley. Ja, mein edler Lord, erwiederte der Andere. Dann bringt ſie zu mir, gebot Chartley, und von ſeinem Pferde ſteigend, ſetzte er ſich neben dem Feuer nieder.

Achtundoierzigſtes Kapitel.

Shakeſpeare hat ſich geirrt. Der Morgen war hell und klar, die Sonne ſchien glänzend und kräftig und ſog leichten Nebel aus einem Sumpfe, der zwiſchen einem Theil von Richmonds Streitkräften und der weit beträchtlicheren Armee des Königs lag. Schon in aller Frühe war allen⸗ thalben geſchäftiges Treiben und Regen, und trotz der be⸗ deutenden Minderheit an Zahl herrſchte in Richmonds Ar⸗ mee eine ruhige, ſtandhafte Heiterkeit, was bei dem koͤnig⸗ lichen Heere keineswegs der Fall war. Dort wurde Jeder von ſeinem Nachbar mit Argwohn betrachtet, und es ging