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das Gerücht, daß Emmiſſaͤre aus dem feindlichen Lager un⸗ ter den königlichen Truppen geſchäftig von Zelt zu Zelt wanderten, was durch die Knittelverſe, die an das Banner des Herzogs von Norfolk geheftet worden, wie durch ver⸗ ſchiedene andere Umſtände beſtätigt wurde, welche einige Augenblicke von ſich ſprechen machten und dann bald wieder vergeſſen wurden. Der Eindruck blieb jedoch und gewann immer mehr Stärke, daß große Abneigung unter den Füh⸗ rern herrſchte, und als Lord Stanley's Truppen auf dem einen und die ſeines Bruders auf dem andern Flügel er⸗ ſchienen, ohne ſich mehr als eine halbe Meile zu nähern, da ſchöpfte der Zweifel und Argwohn friſche Nahrung.
Die Manöver auf beiden Seiten vor Beginn des Kam⸗ pfes waren einfach und wenig zahlreich. Eine krankhafte Lethargie ſchien Richard befallen zu haben, und obwohl er mit einer Krone auf dem Helme umherritt, wie wenn er die Gefahr ausdrücklich auf ſich ziehen wollte, ſo ließ er ſeine Leute meiſt ruhig ſtehen, bis der Tag beträchtlich vorge⸗ rückt war.
Richmond ritt in eigener Perſon über das ganze Feld, begleitet von dem Earl von Orford, Sir William Brandon, Sir Gilbert Talbot und Sir John Savage, und ließ den Sumpf unterſuchen und ſeine Tiefe mit einer Lanze erpro⸗ ben. Dann wurde eine beträchtliche Schwenkung links vor⸗ genommen, mit leichtem Vorziehen des rechten Flügels, ſo daß das Ende der Schlachtlinie an den Rand des Moraſtes ſich ſtützte und die ganze Front eine nordweſtliche Richtung bekam. Man bemerkte, wie er läͤchelte, als er die Stellung


