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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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großer Troſt, theuerſte Tante, beſonders wenn man ſchwer⸗ müthig iſt.

Ja, das iſt's, Kind, ſagte die Aebtiſſin;ich kenne das recht gut. Ich weiß nicht, was ich nach der Schlacht von Barnet angefangen hätte, wenn ich nicht meinen armen alten Chaucer gehabt hätte. Mein Großvater konnte ſich ſeiner noch recht wohl vom Hofe Johanns von Gent her erin⸗ nern, und er ſchenkte mir das luſtige Buch, als ich nicht viel älter war wie ihr. Wahrhaftig, ich muß es wieder leſen, wenn ihr Beide, meine Kinder, mich verlaßt, denn meine Abende werden ohne euch recht trübſelig werden. Ich werde Schweſter Brigitte bitten, an Winterabenden zu mir zu kommen, und ihre Stickerei bei mir vorzunehmen; wenn ich ſie aber bei meinem kleinen Abendeſſen behielte, ſo weiß ich gewiß, daß ihr Geſicht mir den Wein ſauer machte.

Vielleicht gehen wir gar nicht, meinte die jüngere Dame.Habt Ihr was Näheres darüber gehört?

Da haben wir's, rief die Aebtiſſin;ſie kann es kaum erwarten, in die gottloſe Welt zu ziehen, wie der Vogel im Käfig ſich ſehnt, in die freie Luft hinauszufliegen.

Allerdings freue ich mich darauf, rief das leichtſinnige. Mädchen;o wie will ich meine Schwingen gebrauchen!

Die Aebtiſſin betrachtete ſie mit einem Blicke zärtlicher, faſt melancholiſcher Theilnahme und erwiederte:

.Es liegen Leimruthen darauf, mein Kind. Du ver⸗ gißſt, daß Du verheirathet biſt.

Ei nein, nicht verheirathet, rief die Andere mit pur⸗ purrothem Geſichte.Verlobt, aber nicht verheirathet.