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Der Waidmann : Erzählung / von G. P. R. James
Entstehung
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Sünde daran und konnte nichts Uebles darin finden, wenn ſie ihr Leben ſo glücklich und behaglich wie möglich geſtal⸗ tete. Ihre Vorgängerin hatte etwas mehr in dieſem Punkte gethan, und war dem Skandal nicht ganz entgangen; un⸗ ſere Aebtiſſin dagegen war von ganz anderem Charakter, erfüllte ihre Berufspflichten ſehr pünktlich, vermied Alles, was ſie für ein Unrecht hielt oder als ſolches erkannte, und während ſie von ihren Nonnen die Erfüllung aller vorge⸗ ſchriebenen Pflichten verlangte, bemühte ſie ſich, ihnen durch wandelloſe Güte, Freundlichkeit und Frohſinn ihre Abge⸗ ſchiedenheit angenehm zu machen. Wenn ſie je einen Fehler hatte, ſo war es vielleicht eine allzu große Vorliebe für die guten Dinge dieſes Lebens. Forellen liebte ſie ungemein, war auch einem mäßigen Glas Gascognerwein nicht abgeneigt, beſonders wenn er von recht feiner Qualität war. Wildpret konnte ſie wohl ertragen und ein wohlgemäſtetes Rebhuhn war ihr durchaus nicht zuwider, obwohl ſie letzterer Gattung der großen Aehnlich⸗ keit mit ihr ſelber willen lieber hätte entſagen ſollen. Alle dieſe Dinge und noch viele andere Leckereien boten die weiten Beſitzungen des Kloſters in reicher Fülle; auch der Strom, der am Kloſter vorüberfloß und die drei großen Fiſchteiche, die auf der Wieſe oben lagen, lieferten ihren wohlbemeſſenen Beitrag. Der Vorrath für die Feſttage war in der That ſo reichlich, daß die Aebtiſſin mit ihren Nonnen jeden kom⸗ menden Freitag mit großer Freude herannahen ſahen, weil es ihnen einen Vorwand gewährte, um noch mehr Fiſche als gewöhnlich zu eſſen. Zwar ſpeisten ſie an den übrigen