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bald und haßte mich. Ich wurde gefangen, ein Sklave, ein Günſtling, ein reicher Kaufmann, wie dies im Orient gar häufig geſchieht. Die Freiheit, die ſie nicht für mich nach⸗ ſuchen wollte, erkaufte ich mir durch eigenen Fleiß und Ge⸗ ſchicklichkeit. Dieſes mein Gut Ormebar, ſo reichlich es auch hier zu Lande erſcheint, iſt nur wenig gegen das, was ich beſitze. Habt Ihr auch Rang und Stellung verloren, ſo ſollt Ihr bei mir Ueberfluß und Friede finden, und nach Allem, was ich von Eurem edlen Benehmen unter ſo ſchwie⸗ rigen Umſtänden geſehen habe, verſpreche ich Euch, daß Ihr immer eines Vaters Liebe bei mir antreffen ſollt.“
Der junge Mann faßte die Hand, die ihm dargeboten wurde, beugte aber ſein Haupt, und eine Thräne rannte über ſeine Wange.
Der alte Lord Woodhall war faſt allein in der Mitte des Zimmers geblieben. Einige der Gäſte hatten vor ih⸗ rem Abgange mit ihm geſprochen; aber er ſchien ſie kaum zu hören oder zu beachten, und behielt die Augen zu Boden geheftet und die Arme über der Bruſt gekreuzt. Plötzlich ſchien ihn ein Gefühl zu überkommen: er ſchritt haſtig durch die Halle und ergriff Margarethens Hände.
„Vergib mir, mein Kind, vergib mir!“ rief er.„Fortan liegt Dein Geſchick in Deinen eigenen Händen: Dein Vater wird nie wieder dagegen anzukämpfen ſuchen.“


