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Margarethe ſaß unterdeſſen in einer fernen Ecke des Zimmers, ihr Haupt auf Hortenſia's Schulter lehnend und das Taſchentuch vor die Augen gedrückt. Der junge Mann näherte ſich ihr freundlich, während ein Gaſt nach dem an⸗ dern ſich ſtumm verabſchiedete.
„Tröſtet Euch, Margarethe,“ ſagte er;„tröſtet Euch, meine theure Couſine— denn Ihr ſeyd immer noch meine Couſine, Margarethe. Für ein junges und ſanftes Weſen wie Ihr ſind dies freilich traurige und furchtbare Auftritte 3 aber Ihr habt Euch edel und wacker betragen, und ich hoffe, ein beſſerer Lord Coldenham wird Euch tröſten und Euch für Alles, was Ihr um ſeinetwillen geduldet, belohnen.“
Margarethe ſtarrte ihm betroffen in's Geſicht.
„Ja, Margarethe,“ fuhr er fort;„nach dem gewöhn⸗ lichen Verlauf der Dinge wird Ralph Woodhall bald Lord Coldenham ſeyn, wie ſein Vater es jetzt iſt. Ich ſelbſt bin es nicht mehr, und was aus mir werden wird, weiß ich nicht. Meiner Mutter kleines Vermögen wird höchſtens für ſie ſelbſt ausreichen; aber mein Schwert iſt unbefleckt, mein Herz unbelaſtet, und auch ich kann mir ſelbſt einen Weg durch die Welt bahnen.“
„Junger Mann,“ ſagte eine Stimme dicht hinter ihm, während ſich eine Hand auf ſeinen Arm legte;„ich habe Euch nicht ohne Grund dieſer bitteren Prüfung unterworfen. Ihr ſeyd mein Adoptivſohn, wenn Ihr es ſeyn wollt, und Erbe aller meiner Güter. Eure Mutter liehle ich einſt von Herzen, bis ihr herrſchſüchtiges Temperament mich wandernd durch die Welt trieb. In ihrem Ehrgeiz vergaß ſie mich


