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einem ſchleichenden heimlichen Intriguanten, wie er, der ſeine ſchwärzeſten Thaten durch Anderer Hände verrichtete, iſt kein Herz ſicher— keine Heimath geheiligt. Hört Ihr, Robert Rateliffe, ich werde Euch ſehr bald nachfolgen. Bereitet Euch, mir vor dem Throne des hochſten Richters zu begeg⸗ nen. Der Gott, der das Herz richtet und weiß, ob das meine ſogar bei dieſer letzten That ehrlich und aufrichtig war — ihm ſtelle ich meine Sache anheim. Er möge richten zwiſchen Dir und mir!“
Er ſprach ſo ungeſtüm, mit ſolchem Sturm der Worte und ſolcher Strenge der Mienen, daß Niemand daran dachte, ihn zu unterbrechen. Alle ſchienen vom Schrecken betroffen — ja wie gelähmt durch das furchtbare Ereigniß, das eben ſtattgefunden, wie durch die tiefe Leidenſchaft in dem Auf⸗ treten des jungen Mannes.
Endlich ſprach Sir Robert Hardwicke, indem er Ro⸗ bert Ratecliffe's lebloſe Hand losließ:
„Du ſprichſt zu dem Todten, unglücklicher junger Mann,“ bemerkte er.„Viele Jahre haſt Du mein Geheiß in Allem vollzogen. Ach, warum gehorchteſt Du mir nicht bis an's Ende?— Aber ſo wollte es Dein Schickſal. Umſonſt ſchickte ich Dich in fernes Land: ſein Spruch mußte erfüllt werden.“
„Es war mein Schickſal,“ antwortete Gaunt Stil⸗ ling,„und ich danke Gott dafür.— Jetzt nehmt mich fort: führt mich wohin Ihr wollt. Ich weiß, was mir bevorſteht, und ich werde es wie ein Mann erdulden. Mag dieſes Herz auch pochen, als ob es berſten wollte— es wird nie zurückbeben.“


