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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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611 ſie in die Dinte, wartete aber noch eine Weile, bis ſie ihren Namen unterſchrieb. Das Geräuſch der ſich öffnenden Thüre, die zu ihrer Linken lag, mochte ſie vielleicht zur That beſchleunigen und das Papier wurde unterzeichnet.

Robert Woodhall war ſchon vorgetreten, um ſeinen Namen unter den ſeiner Mutter zu ſetzen und empfing die Feder aus Lady Coldenham's Hand. In dieſem Moment trat aber Lord Coldenham ſelber vor und zog ſeinen Bruder mit den Worten bei Seite:

„Haltet einen Augenblick, Sir.“

Sein Ton klang ſo ſtreng und entſchieden, daß Robert zurückwich und Lady Coldenham ihre Augen mit einem Aus⸗ drucke trotziger aber ängſtlicher Forſchung auf ihren älteſten Sohn heftete, wie man etwa einen gefeſſelten Adler, der von einem Kinde mit dem Stocke bedroht wird, dieſes an⸗ ſtarren ſieht, bereit zum Ausfalle, aber den gedrohten Schlag bewachend.

„Unſinn, Coldenham! macht jetzt keine Dummheit,“ rief Robert Woodhall mit affektirtem Lachen.

„Dummheit, Sir!“ wiederholte Lord Coldenham in ſtrengem bitterem Tone, wie er ihn früher nie in ſeinem Le⸗ ben angenommen hatte.„Glaubt Ihr, in einem ſolchen Augenblicke könnte ich ſcherzen?— Ich frage Euch, Ma⸗ dame,“ fuhr er an ſeine Mutter gewendet fort,„ob dies ſo fortgehen ſoll. Da ſteht ein armes Maͤdchen, durch harten Mißbrauch gedrängt, einen Mann, den ſie verabſcheut, zu heirathen. Dieſe Heirath wurde mit allem Fleiße übereilt, damit nicht gewiſſe unerfreuliche Hinderniſſe zum Vorſchein

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