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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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ihre ſchoͤn gemeiſelten Nüſtern dehnten ſich wie bei einem ſtolzen Roſſe, und ihre fein geſchwungene Lippe zitterte in einer Regung des Unwillens, den ſie kaum zurückzudrängen vermochte. Ihr Arm war mit zärtlichem tröſtendem Drucke um Margarethens Hüfte geſchlungen, während dieſe ſich auf ſie lehnte; aber ihre Augen waren auf Lord Woodhall und Lady Coldenham geheftet und ſchienen ebenſo viel Verwun⸗ derung als Abſcheu auszudrücken.

Hinter ihr und Margarethen ſtanden ihre beiden Zofen, und die treue Dienerin der unglücklichen Braut fuhr oft mit dem Taſchentuch über ihre Augen, welche die Spuren vieler Thränen an ſich trugen.

Zwiſchen den am Tiſche ſitzenden Perſonen wurden über den Inhalt der vor ihnen liegenden Dokumente ver⸗ ſchiedene Worte gewechſelt. Es gab da allerlei Punkte, welche Lord Woodhall nicht recht zu begreifen ſchien und welche die Advokaten nicht deutlich erläuterten. Endlich als mehrere Minuten unter Fragen und Antworten verſtrichen, ſchien der alte Lord ungeduldig zu werden.

„Nun wohl,“ rief er,„gebt mir die Feder. Es liest nicht viel daran. Es wird wohl Alles in Richtigkeit ſeyn.

Und mit kühnem haſtigem Zuge, der das Zittern ſe er Hand kaum verdeckte, unterzeichnete er das Wort„Woodhall“.

„Nun, Mylady, werdet Ihr die Güte haben, dieſes Papier zu unterzeichnen,“ ſagte einer der Advokaten, die Lady Coldenham anredend;„dann folgt Euer Sohn.“

Ein leichter Schatten des Zögerns ſchien Lady Colden⸗ ham's Geſicht zu überziehen; ſie nahm die Feder und tauchte