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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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Es war ein hübſches, ſchön dekorirtes, faſt viereckiges Zimmer mit ſchwarzem reich geſchnitztem Eichengetäfel. Es hieß damals das kleine Nebenzimmer, hatte aber wenigſtens dreißig Fuß Länge und ſieben⸗ bis achtundzwanzig in der Breite. Eine große Tafel ſtand in der Mitte und an ihr ſaß die alte Lady Coldenham in einem geräumigen Lehn⸗ ſtuhl. Sie war reich gekleidet und glich in ihrer ernſten Würde einer Königin auf dem Throne; nur war ſie in den letzten paar Wochen furchtbar blaß geworden; die blendende Roͤthe auf ihren Wangen war verſchwunden und ihre Ge⸗ ſichtsfarbe glich eher dem Wachs als dem Marmor.

Neben ihr ſaß der alte Lord Woodhall mit ängſtlichem nervöſem Ausdruck in ſeinen Mienen. Zwei bis drei Advo⸗ katen mit zahlreichen Pergamenten vor ſich ſah man weiter unten an der Tafel. Robert Woodhall ſtand etwas entfernt vom Tiſche zur Rechten Lord Woodhall's; mit ihm einige ſeiner luſtigen Kumpane, etwas älter als er ſelbſt— lau⸗ ter lockere Wüſtlinge mit jenem ſchwächlichen hochmüthigen Zuge in ihren Geſichtern, der faſt immer nach einem üppigen ſchwelgeriſchen Leben in der Miene hervortritt. Im Hin⸗ tergrunde an einem Fenſter ſah man Margarethe ſchwer⸗ fällig auf Hortenſta Danvers' Arm ſich ſtützend; dieſe war das einzige Brautfräulein, das ſie trotz Lady Coldenham's kaltem Hohne und allen Einwendungen ihres Vaters zum Trotze ausdrücklich erwählt hatte.

Hortenſia war prachtvoll gekleidet und von einem Glanze der Schönheit umgeben. Ihre hellen Augen blitz⸗ ten von Feuer, ihre Stirne war leicht zuſammengezogen,

Fames. Das Schickſal, 39