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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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ſehr früher Tag feſtgeſetzt werden ſollte, und die Vorbe⸗ reitungen wurden alsbald begonnen.

Margarethe hielt ſich ſtandhaft, ſobald ſie ſich vor dem Auge der Zuſchauer befand. Sie wankte nicht, bebte nicht zurück; keine Thräne verdunkelte ihre Augenlider, kein Wort des Widerſpruchs kam über ihre Lippen. Ihr Charakter ſchien vollkommen verändert: das uffene, einfache, ſchüch⸗ terne Mädchen, blühend von Geſundheit und von mannigfal⸗ tigen Regungen beſeelt, war jetzt zum kalten, ernſten, feſten und entſchiedenen Weibe geworden, bleich wie Grabesmar⸗ mor und von keinem der flüchtigen Dinge des Lebens be⸗ rührt. Eine verſteinernde Hand hatte ſie berührt— die der Verzweiflung, und ſie war in der That nicht mehr dieſelbe.

Robert Woodhall ſah dies Alles, verſtand Alles; aber er hatte kein Mitleid: er freute ſich.

Margarethe war jetzt öfter allein als früher und ver⸗ ließ ihr Zimmer nur ſelten, ſo lange ſie es vermeiden konnte. Sie überließ den Andern alle Vorbereitungen, und bedingte ſich nur aus, daß die Trauung von dem guten iriſchen Pre⸗ diger, der ſo viele Jahre ihres Vaters Kaplan geweſen, der ihre Mutter gekannt und den Freund ihrer Kindheit gerecht⸗ fertigt hatte— vollzogen werden ſollte. Sie wußte, daß er ſeine Fehler, aber ſie wußte auch, daß er viele Vorzüge hatte; ſie glaubte, ſein ihr vertrautes Geſicht würde ihr ein Troſt und eine Stütze ſeyn.

Als Margarethe eines Tags in einem kleinen an ihr Schlafzimmer ſtoßenden Stübchen ſaß, während die übrige