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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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„Ei, die Thüre iſt ja unverſchloſſen!“ So war es auch und die Zelle leer.

Unbeſchreiblich war der Schreck und die Beſtürzung, welche der Schließer an den Tag legte. Er rief den Wäch⸗ ter, der in dem Gange ſaß und bezüchtigte ihn, er habe die Thüre geöffnet und den Gefangenen entwiſchen laſſen. Die⸗ ſer wies die Anklage mit allen Zeichen des Unwillens zurück, fragte, wie er denn die Thüre öffnen könne, da er keinen Schlüſſel habe, und ſchwur, er habe den Gang nur eine ein⸗ zige Minute verlaſſen, während er für John Philips, der einen ſeiner Anfälle gehabt und wie ein Wahnſinniger ge⸗ ſchrien habe— den Arzt herbeiholen wollte.

„Da muß er gerade in jenem Augenblicke entwiſcht ſeyn,“ erklärte der Schließer.„Wie er das Schloß auf⸗ brachte, iſt mir unerklärlich, denn ich weiß gewiß, ich habe es geſtern Nacht wohl verſchloſſen.“

„Ich ſah und hörte Euch,“ beſtätigte der Wächter.

„Er war von Außen wohl verſehen,“ fuhr die Schließer fort, auf die Feſſeln deutend, welche auf dem Boden der Zelle lagen.„Ihr ſeht, er hat die Ketten ganz durchgefeilt.“

Der Sheriff war jedoch noch nicht ganz befriedigt; der Gouverneur wurde gerufen, eine Nachſuchung wurde, ange⸗ ſtellt, und man fand über die Mauer des Kerkerhofes eine Strickleiter geworfen. Da jedoch ein Pardon erlaſſen war, ſo glaubte der Gouverneur wohlweislich, je weniger von der Sache geſprochen werde, um ſo beſſer, und ſein Freund, der Sheriff, entſchloß ſich, die Sache in demſelben Lichte zu betrachten. Zwar wurden ihre Plane einigermaßen geſtört,