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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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wird. Folgt ihm ſoweit er geht: dort werdet Ihr ein Pferd und Eure Leute finden, und wenn ſie dem Andern zwei Hun⸗ dert bezahlt haben werden, ſo könnt Ihr davon reiten.“

Er wartete nicht auf Antwort, ſondern verließ die Zelle, indem er mit großem Geräuſch und mit ungewöhnlicher Sorgfalt die Thüre hinter ſich abſchloß.

Am folgenden Tage, etwa zehn Minuten vor zehn Uhr, während eben großer Lärm und Aufregung im Gefängniſſe herrſchte, weil man weitere Gefangene zum Verhör vor den Gerichtshof zu führen ſich anſchickte, kam der Grafſchafts⸗ ſheriff vor das Thor, und verlangte Mr. Ralph Woodhall zu ſehen, indem er mit wichtiger Miene verkündigte, daß der Oberrichter einen freien Pardon unter dem großen Siegel erlaſſen, und daß er ihn in der Taſche habe.

„Das nenne ich raſche Arbeit, Meiſter Sheriff,“ ſagte der Schließer, der neben dem Thürſteher ſtand.„Geſtern um ſieben verurtheilt, um neun Uhr der Stab gebrochen und heutseMNorgen um zehn begnadigt.— Doch kommt nur mit; Ihr werdet ihm die Nachricht wohl ſelbſt mittheilen wollen, denn Ihr werdet für Eure Mühe nicht leer aus⸗ gehen. Es fehlt ihm nicht an Mitteln, und im Ganzen hat er recht gut bezahlt. Wir ſind heute Morgen noch nicht bei ihm geweſen, denn er ſagte, er wolle bis zwölf Uhr ſchlafen, da er geſtern einen ſchweren Tag gehabt habe.“

Mit dieſen Worten führte er ihn durch die Kerkergänge vor eine der Gefangenenzellen. Als er den Schlüſſel in's Schloß ſteckte, wollte dieſer ſich nicht umdrehen, und er rief mit derbem Fluche: