Druckschrift 
Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

belohnt ſieht, ſo muß es Aerger erregen und die traurige Ueberzeugung von der Unwürdigkeit unſeres Geſchlechts erwecken..

Das war kein ſehr vielverſprechender Anfang für das Geſpräch, dem der junge Mann mit einiger Aengſtlichkeit als einer Gelegenheit entgegenſah, um ſeinerſeits gewiſſe Plane und Abſichten an den Mann zu bringen. Doch war er ſchon froh, daß ſein Vater das Leſen eingeſtellt hatte, denn die Lektüre war für ihn eine Beſchäftigung, in der er nicht geſtört werden durfte, und in der Hoffnung, daß irgend eine Wendung ihm die gewünſchte Gelegenheit bie⸗ ten würde, beeilte er ſich mit gutmüthigem Lächeln zu er⸗ wiedern:

Ich meine, ſchlechte Bücher ſeyen zuweilen ſehr nütz⸗ lich, Sir!

Immer in Paradoxen, Ralph, verſetzte ſein Vater. Wie ſollen ſie nützlich ſeyn, Knabe?

Indem ſie beſſern Männern als ihren Autoren Ge⸗ legenheit geben, ſte zu widerlegen, erwiederte Ralph; damit will ich nicht ſagen, daß die bloſe Widerlegung genügen würde, fuhr er fort, da er die eigenthümliche be⸗ weisſüchtige Seite von ſeines Vaters Denkungsweiſe kannte, denn das würde die Sachen gerade da laſſen, wo ſie zuvor geweſen(ſein Vater winkte abwehrend mit der Hand); aber durch die Widerlegung werden tauſend neue Beweis⸗ grüͤnde zu Gunſten der Wahrheit und des Rechts zum Vor⸗ ſchein kommen, welche der Menge nie einfallen würden, wenn die Controverſe ſie nicht ans Licht brächte.

James. Das Schickſal. 2