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einmal im Tage geſtört zu werden, und öfter beſuchte er nie die ſogenannte Speiſehalle.
Dieſer ältliche Herr war jedoch nicht der einzige Bewoh⸗ ner des Zimmers. Auf der andern Seite ſoweit wie mög⸗ lich vom Feuer weg(denn der heutige Herbſtabend war keineswegs kalt) ſaß der Sohn des Hausherrn, ein junger Mann von etwa einundzwanzig Jahren. Den Vater hätte man einen gut ausſehenden Mann nennen können, wenn er nur einige Sorgfalt auf ſeine perſönliche Erſcheinung ver⸗ wendet hätte; der Sohn aber hatte ſeiner Mutter Schön⸗ heit nur mit einem männlicheren Charakter geerbt, und ob⸗ gleich die Jugend in dem ſchönen glatten Geſicht mit dem ſpärlichen Flaum des Schnurrbarts ſehr deutlich hervor⸗ ſtach, ſo zeigte er doch um die Augen ein gut Theil nach⸗ denklicher Entſchiedenheit und eine Welt von feſter Ent⸗ ſchloſſenheit um Mund und Kinn.
Auch er las und das Buch vor ſeinen Augen rief bald ein Lächeln bald einen Blick tiefer Aufmerkſamkeit in ſeine Mienen; noch öfter aber ſchien ſein Geiſt von deſſen Sei⸗ ten ſich abzuwenden. Er verſank dann in tiefes Nachſinnen, ſpielte mit einem neben ihm liegenden Meſſer, oder erhob noch häufiger ſeine Augen und heftete ſie ängſtlich und ge⸗ dankenvoll auf ſeines Vaters Antliz. Es war, wie wenn etwas in ſeinem Geiſte arbeitete, was er gerne geäußert hätte, und es dauerte auch nicht lange, bis er es ausſprach; doch wollen wir das, was folgte, für ein anderes Kapitel aufſparen, da es für das Schickſal und den unmittelbaren Lebenslauf des Betreffenden zu wichtig war, um nur ſo am


