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Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
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Auf dem Tiſche vor ihm ſtand eine große Kerze, welche ihr Licht auf ein offenes Buch warf; beim Leſen hob er von Zeit zu Zeit einen Finger und rieb damit etwas oberhalb der Schläfe einen gewiſſen Fleck, der durch längeres der⸗ artiges Bemühen allmälig völlig kahl geworden war.

Das Zimmer war keineswegs groß, das Getäfel von dunklem Eichenholz, das die Stube noch kleiner erſcheinen ließ, als ſie wirklich war. Drei Seiten davon waren faſt ganz mit Bücherſchränken bedeckt und der Flur mit vielen merkwürdigen und veralteten Geräthen überſät. Stühle von jeder Größe und Geſtalt ſtanden umher; die Tiſche waren ebenſo zahlreich und mannigfaltig. Die letzteren waren überdieß überladen mit großen gläſernen Krügen, merkwürdigen Exemplaren von Delftergeſchirr einige ausnehmend gemein in Stoff und Färbung, aber bemerkens⸗ werth durch Zeichnung oder Verzierung mit reichen Holz⸗ oder Lederbänden von Büchern, fremdartigen Dolchen und Fragmenten von Goldſchmiedsarbeit, nebſt einem oder zwei Stucken chineſtſchen Porzellans und ſehr werthvoller Email⸗ arbeit; ferner Münzen und kleine Gemälde, unſchätzbar in den Augen eines Alterthumsforſchers.

Der große Tiſch in der Mitte war erträglich aufge⸗ räumt; denn die Zeit des Abendeſſens war nahe und auf ihm pflegte er ſein frugales Abendmahl einzunehmen, ob⸗ wohl er auf der andern Seite des Ganges ein auffallend einfach eingerichtetes und mit harten Flieſenſteinen ge⸗ pflaſtertes Eßzimmer beſaß. Für ihn war es ſchon genug,