690 Squaws eine ſolche Neuigkeit mitgetheilt— die wäre auf⸗ geſprungen und hätte den Kriegsruf angeſtimmt.“
Käthchen erholte ſich raſch und wurde von Marien und Louiſen auf ihr Zimmer geführt. Sir Harry wollte ſich nicht zufrieden geben, ohne ſie zu begleiten, indem er ſie mit all ſeiner Herzensgüte und Sanftmuth auf's zärtlichſte zu beruhigen ſuchte.
Die Regungen in des armen Mädchens Bruſt waren ſehr gemiſchter Art, fanden aber endlich Erleichterung in Thränen, und nachdem die beiden Andern fort waren, erwie⸗ derte ſie ihrem alten Oheim auf ſeine Beſorgniſſe:
„Mir wird bald beſſer, mein theurer Onkel. Ich muß dieſe Nachricht wohl als eine Erleichterung betrachten, und doch bin ich faſt zornig auf mich, daß ich ſie alſo anſehe. Es iſt in der That ſchrecklich, an den Tod dieſes jungen Mannes zu denken und zu wiſſen, daß er ſo wenig darauf vorbereitet warz; ich hoffe jedoch, daß ſeine unbeſonnene Bewerbung um mich— wohl dürfte ich's eine Verfolgung nennen— an die⸗ ſem fatalen Ausgange keinen Antheil gehabt habt.“
„Nein, nein, theures Kind, nein,“ erwiederte Sir Harry in ſehr traurigem Tone;„ich fürchte, daß ſich noch eine ſchau⸗ derhafte Geſchichte daraus entwickeln wird. Alles, was wir bis jetzt wiſſen iſt, daß der Verdacht einer Vergiftung vor⸗ liegt und daß ſein Vormund, Kapitän Donovan, feſtge⸗ nommen wurde.“
Er ſah, daß Käͤthchen ſehr ſchmerzlich berührt war, und ſchwieg. Endlich fuhr er fort:
„Ohne uns im Geringſten über den Tod dieſes Unglück⸗


