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der allgemeine Ruf:„ei, laßt doch hören; behaltet nicht alle gute Neuigkeiten für Euch“— wurde unter der Geſellſchaft laut..
„Charleston iſt von Sir Harry Clinton eingenommen,“ wiederholte Jarvis das Zeitungsblatt betrachtend, welches Brandrum ihm in die Hand geſteckt hatte;„Charleston iſt, gerechter Himmel! ich hatte nichts von ſeinem Tode gehört!“
„Ich ebenſo wenig,“ meinte der Oberſt.
„Weſſen Tode?“ fragte Lady Chevenirx.
„Sir Theodor Broughton's,“ gab Oberſt Brandrum zur Antwort, und Käthchen fiel zu Boden, als ob er ſie er⸗ ſchoſſen hätte.
Dies veranlaßte natürlich große Verwirrung und waͤh⸗ rend man das arme Mädchen zum Bewußtſein zurückzubrin⸗ gen ſuchte, ſchalten Herren und Damen den alten Offizier wegen ſeiner Unvorſichtigkeit, was er jedoch mit großer Milde und Seelenſtärke ertrug.
„i, meine Lieben,“ ſagte er zu Mary und Louiſe,„ich hätte ihr ſchlimmere Neuigkeiten berichten können, obwohl man allerdings bedauern muß, daß ein junger Thor, wie die⸗ ſer, mitten in einer Laufbahn der Verderbniß und Verrucht⸗ heit abgerufen wurde, ohne Zeit zur Beſſerung und Süh⸗ nung gehabt zu haben. Im Ganzen glaube ich, daß meine Erzählungsweiſe die beſte war— ſo iſt die Sache ein für allemal abgemacht. Sie kommt jedoch ſchon wieder zu ſich. Ihr engliſchen Mädchen ſeyd liebe Geſchöpfe, aber gar ſchwach und empfindſam. Hätte ich einer der reizenden
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