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„Beim Teufel!“ platzte er heraus,„das iſt merkwürdig. Darauf hätte ich bei ihm geſchworen.“
„Pſt,“ rief Sir Harry leiſe.„Ich vermuthe, unſere Neuigkeit iſt die nämliche, mein theurer Sir.“
„Was denn?“ fragte Brandrum.
„Die Einnahme von Charleston durch Sir Harry Clin⸗
ton,“ ſagte der alte Mann laut, da er Aller Augen auf ſich gerichtet ſah, indem er aber zu gleicher Zeit mit dem Finger auf eine Stelle der Zeitung deutete.
Brandrum humpelte nach ſeinem Stuhle, guckte ihm über die Schulter und las an der bezeichneten Stelle folgende Worte in der Depeſche:
„Ich kann nicht unterlaſſen, dem ausgezeichneten Beneh⸗ men des Oberſtlieutenant Lutwich bei allen Operationen vor und während dieſes Ereigniſſes mein höchſtes Lob zu ſpen⸗ den, da er ſeine Leute nicht nur trefflich zu führen und zu er⸗ muntern, ſondern auch unter höchſt gefahrvollen Umſtänden Ordnung und Disciplin aufrecht zu erhalten wußte. Obwohl in Arm und Knie verwundet, weigerte er ſich doch ſein Kom⸗ mando abzugeben, und leiſtete mir während des ganzen Ver⸗ laufes der Operation den tapferſten, wirkſamſten Beiſtand.“
„Das iſt ein Generalspatent werth,“ meinte Brandrum; „aber das iſt nicht meine Neuigkeit, Sir Harry. Sie iſt faſt ebenſo gut, nur höchſt ſchauderhaft. Da, nehmt das, es paßt beſſer für Euch, und gebt mir dieſes, was mehr für mich gemacht iſt, nur daß dieſe Kampfberichte meine Sehn⸗ ſucht von Neuem wecken.“
Mariens Geſang war hiedurch unterbrochen worden und


