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Sir Theodor Broughton oder der Gifttrank / von G. P. R. James
Entstehung
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ſcheut ſich. Wiſſen möcht, ich doch, ob jene Flüſſigkeit uͤber⸗ haupt Gift iſt; das will ich aber bald ſehen, indem er das Fläſchchen herabnahm und in die Küche trug.

Dort brannte ein großes Feuer auf dem Herde, vor wel⸗ chem eine große Katze ſich wärmte und ihm beim Eintreten ſchnurrend entgegen kam, um ſich behaglich an ſeinen Beinen zu reiben. Er ſchaute ſich allenthalben um und fand endlich einen Krug mit etwas Milch; er goß eine Portion auf einen Teller, ſchüttete etwa einen Theelöffel voll von der Flüſſig⸗ keit aus der Flaſche und ſetzte der Katze dieſe Miſchung vor. Sie begann ſie haſtig einzuſchlürfen, hielt aber plötzlich inne.

Aha, es iſt wirklich Gift, murmelte Hargrave vor ſich hin;man ſagt Katzen ſaufen kein Gift, nur die Hunde ſind ſo dumm.

Im nächſten Augenblicke kehrte jedoch das Thier zu ſei⸗ nem Tranke zurück und hatte den Teller beinahe ganz geleert, als es plötzlich wie betrunken zurücktaumelte und dann mit dem Hintertheile wie geläͤhmt zuſammenſank. Gleich darauf fiel die Katze auf die Seite und nach einigen krampfhaften Zuckungen hatte ſie verendet.

Ho, Miezchen, du haſt glaub' ich genug, meinte der Mann grinſend;ich laß mich hängen, wenn er nicht den Reſt haben ſoll. Halt, erſt muß ich uahler abwaſchen, worauf er ſich daran machte, Alles wiedlt in dieſelbe Ord⸗ nung zu ſtellen, wie er es angetroffen hatte.

Jetzt ging es leiſe die Treppe hinauf. Oben im zwei⸗ ten Stock führte die erſte Thüre in Sir Theodor Broughtons Gardrobezimmer, das ſperrweit offen ſtand.