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Sir Theodor Broughton oder der Gifttrank / von G. P. R. James
Entstehung
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Dich beſchützen, ſo lange ich lebe, und was auch noch kom⸗ men möge ich will für Dich thun, was ich kann, denn was Dir Sir Theodor als einen Fehler gegen ſich anrechnet, war nicht mehr als Deine Pflicht. Wann hat er das Alles geſagt?

Erſt vor ein paar Stunden, Sir, als ich die Medizin in ſeine Garderobe hinauf trug, erwiederte der Mann.

Verlaß mich jetzt, Hargrave, befahl Donovan;es iſt nahezu Eſſenszeit. Ich will mir überlegen, was ich für Dich thun kann: wenn ich Herr hier wäre, dann hätteſt Du frei⸗ lich eine andere Ausſicht.

Der Mann entfernte ſich, blieb aber, aus was immer für Gründen, dicht vor der Thüre ſtehen, indem er den Kopf ſo tief neigte, daß ſein Auge dem Schlüſſelloche ſehr nahe kam.

Kurz darauf ſetzte ſich Kapitän Donovan mit Sir Theo⸗ dor zu Tiſche und ſchien dabei, wie gewöhnlich, ruhig und gefaßt. Der junge Mann trank abermals ſehr viel Wein, und ſeine Laune hob ſich in Folge dieſes Reizmittels. Sein Vormund machte ihm Vorſtellungen, keineswegs in herri⸗ ſchem Tone, indem er ihm bemerklich machte, daß er ſich we⸗ nigſtens auf ein paar Tage den Wein lieber verſagen möchte, bis er ſich wieder beſſer befände; die Diener waren jedoch eben im Zimmer und Sir Theodor, auf ſeine herannahende Emancipation pochend, erwiederte in ſcharfem Tone:

Ich werde trinken, ſo viel mir beliebt, Sir.

Sehr wohl tödtet Euch, wenn Ihr wollt, verſetzte Donovan und verließ ihn kurz nach dem Eſſen, um in den Garten zu ſpazieren. Er war jetzt nicht mehr aufgeregt;