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„Du haſt doch nicht davon getrunken?“ rief Donovan heftig, ihm das Gefäß aus der Hand reißend—„es könnte — mein Gott, es könnte—“
„Nein, nein, Sir,“ verſicherte der Mann,„ich habe nichts davon getrunken; ich hielt es für ſchmutziges Waſſer und wollte es eben fortnehmen.“
„Du darfſt in meinem Zimmer nie etwas anrühren,“ bemerkte Donovan ernſthaft;„Du weißt nicht, was es für Folgen haben könnte. Was willſt Du?“
„Hm, ich möchte Euch wegen Sir Theodor's ſprechen, Sir,“ erwiederte Hargrave.
Donovan deutete nach der Thüre; der Mann machte ſie zu und fuhr alſo fort:
„Er war heute Morgen furchtbar zornig auf mich, Sir, obwohl er, dem Himmel ſey Dank! keine Urſache dazu hatte. Ich habe nur in aller Demuth verſucht, ſein Gemüth der Gnade zu eröffnen, wegen—“
„Schon gut, es liegt nichts daran, was Du gethan haſt,“ rief Donovan ungeduldig;„erzähle mir nur, was er zu Dir ſagte.“
„Ach, Sir, er ſagte gar Vielerlei,“ erwiederte der An⸗ dere:„er ſchalt mich eine volle Stunde lang, beſchuldigte mich, daß ich ihn an Euch verrathe und ſagte, ſobald er voll⸗ jährig ſey, werde er mich nicht allein aus dem Hauſe jagen, ſondern mich auch für all' die kleinen Fehltritte beſtrafen⸗ wozu jeder Menſch durch ſein ſchwaches Fleiſch verlockt wird.“
„Bei meinem Leben— das ſieht ihm ähnlich,“ antwor⸗ tete Donovan.„Hätte ich die Mittel, Hargrave, ich würde


